Cocktailparty-Effekt

Hörtext: "Cocktailparty-Effekt"  

Schauen Sie sich einmal das Bild an und stellen Sie sich vor, Sie möchten sich in der Menschenmenge mit jemandem unterhalten.

"Klangbrei"

"Akustik-Salat"

"Cocktailparty-Effekt"


Das sind einige Stichpunkte unseres nächsten Hörtextes.
Haben Sie schon eine Ahnung, worum es geht?

Bitte beachten Sie: Sie müssen die Aufgaben ausdrucken, wenn Sie sie bearbeiten möchten.
AufgabeAudioTextLösung
Vorbereitung: Wortschatz
Aufgabe 1: Hauptinformationen der Einleitung

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Cocktailparty-Effekt, Teil 1Lösung: Aufgabe 1
Aufgabe 2: Zentrale Aussage des Textes

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Cocktailparty-Effekt, Text in AuszügenLösung: Aufgabe 2
Aufgabe 3: Notizen ergänzen

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Cocktailparty-Effekt, Teil 2Lösung: Aufgabe 3
Aufgabe 4: richtig-falsch

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Cocktailparty-Effekt, Teil 3Lösung: Aufgabe 4
Aufgabe 5: Notizen und Text ergänzen

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Cocktailparty-Effekt, Teil 4Lösung: Aufgabe 5
Aufgabe 6: ganzen Text noch einmal hören

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Cocktailparty-Effekt, gesamter Text
 
Im Text erscheinen folgende Eigennamen:
  • Susanne Pölchau, Reporterin
  • Christian Kaernbach, Wahrnehmungsforscher (Universität Leipzig)
  • Chris Darwin, Wahrnehmungsforscher (University of Sussex)
  • Birger Kollmeier, Wissenschaftlicher Leiter des Oldenburger Hörzentrums
 
Noch ein paar Wörter, die Ihnen das Bearbeiten der Aufgaben erleichtern:
e Wahrnehmung, -en  
(Verb: etwas wahrnehmen)
etwas mit den Sinnen bemerken, z.B eine optische oder akustische Wahrnehmung
r Schall (nur Sg.) Schwingungen und Wellen, die man mit dem Ohr wahrnimmt
(Geräusche) orten   die Position von Geräuschen bestimmen
scheibchenweise

Stück für Stück, Scheibchen für Scheibchen
raffiniert schlau, geschickt, clever
sprachbegabte (Wesen) hier: Wesen, die sprechen können
r Nachhall (nur Sg.) das Geräusch, das man besonders in einem großen, leeren Raum nach dem eigentlichen Ton noch hört
etwas (mit etwas) verrechnen etwas in eine Berechnung mit einbeziehen


Hören Sie den Anfang des Textes und beantworten Sie dann drei zentrale Fragen:
a.
Von welcher Konferenz ist die Rede?
 
Von der ____________________________________________________
 
b. Mit welchem der fünf Sinne beschäftigen sich die Forscher?
 
Mit dem ____________________________________________________
 
c.

In welchem Bereich wollen die Forscher ihre Erkenntnisse unter anderem anwenden?

   
Bei der Entwicklung von _______________________________________
 

(Lesen Sie den Hörtext erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.)
[Geräusche] Ein typischer Klangbrei, alltäglich für Kongresse, Bahnhöfe oder Partys. Kommunikation wird da anstrengend und verlangt unserem Gehirn Höchstleistungen ab. Cocktailparty-Effekt nennen Gehirnforscher diese erschwerten Bedingungen. Wie können wir uns in einem solchen Akustik-Salat noch auf einen bestimmten Gesprächspartner konzentrieren? Und was läuft dabei in unserem Gehirn ab? Was Forscher dazu bisher wissen und wie sie ihre Ergebnisse ganz praktisch – zum Beispiel für die Entwicklung von Hörgeräten – verwerten, das konnte man letztes Wochenende bei der 6. Tübinger Wahrnehmungskonferenz erfahren. Susanne Pölchau berichtet.



Hören Sie den Anfang des Textes und beantworten Sie dann drei zentrale Fragen:
a.
Von welcher Konferenz ist die Rede?
 
Von der 6. Tübinger Wahrnehmungskonferenz
 
b. Mit welchem der fünf Sinne beschäftigen sich die Forscher?
 
Mit dem Hören / Gehör / Hörsinn
 
c.

In welchem Bereich wollen die Forscher ihre Erkenntnisse unter anderem anwenden?

   
Bei der Entwicklung von Hörgeräten
 


Hören Sie sich nun den ganzen Text in aller Ruhe an. Machen Sie sich keine Notizen, sondern versuchen Sie nur, das Wesentliche zu verstehen.
Wie könnte man die Hauptaussage des Berichts zusammenfassen? Kreuzen Sie bitte die entsprechende Aussage an. 
 
Hörforscher berichten von ihren anstrengenden Experimenten, bei denen sie im Labor schreckliche Geräusche hören müssen, um herauszufinden, wie das Gehirn das Hören organisiert. 
 
Das Gehör der Tiere hat Ähnlichkeiten mit dem der Menschen; die beiden werden näher verglichen.
 
Wie organisiert das Gehirn das Hören und was kann man tun, wenn dieser Mechanismus nicht mehr funktioniert.
 
Es geht um die Entwicklung spezieller Hörgeräte, die man z.B. auf Cocktailpartys tragen kann. 

(Lesen Sie den Hörtext in Auszügen erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.)
Sie finden im Folgenden nur die Textteile, die Sie bereits kennen und solche,
die Ihnen helfen, das Wesentliche zu verstehen.
Der Rest des Textes wurde gelöscht.


[Geräusche] Ein typischer Klangbrei, alltäglich für Kongresse, Bahnhöfe
oder Partys. Kommunikation wird da anstrengend und verlangt unserem
Gehirn Höchstleistungen ab. Cocktailparty-Effekt nennen Gehirnforscher
diese erschwerten Bedingungen. Wie können wir uns in einem solchen
Akustik-Salat noch auf einen bestimmten Gesprächspartner
konzentrieren? Und was läuft dabei in unserem Gehirn ab? Was Forscher
dazu bisher wissen und wie sie ihre Ergebnisse ganz praktisch – zum
Beispiel für die Entwicklung von Hörgeräten – verwerten, das konnte
man letztes Wochenende bei der 6. Tübinger Wahrnehmungskonferenz
erfahren. Susanne Pölchau berichtet:
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Und das alles nur um in Experimenten herauszufinden, wie das Gehirn
das Hören organisiert. Wie erkennt es zum Beispiel Tonhöhen?
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Aber wie interpretiert unser Gehirn die Tonhöhe, wenn mehrere
Geräusche gleichzeitig zu hören sind?
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Welche Meisterleistung das Gehirn normalerweise beim Hören
vollbringt, wird deutlich, wenn das Gehör nicht mehr gut funktioniert.
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................. können kommerzielle Hörgeräte bisher nicht ausgleichen.
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wird derzeit ein Hifi-Hörgerät für die Zukunft entwickelt.
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Hören Sie sich nun den ganzen Text in aller Ruhe an. Machen Sie sich keine Notizen, sondern versuchen Sie nur, das Wesentliche zu verstehen.
Wie könnte man die Hauptaussage des Berichts zusammenfassen? Kreuzen Sie bitte die entsprechende Aussage an. 
 
Hörforscher berichten von ihren anstrengenden Experimenten, bei denen sie im Labor schreckliche Geräusche hören müssen, um herauszufinden, wie das Gehirn das Hören organisiert.
(Die Beschreibung der Arbeitsbedingungen von Hörforschern ist nur eine Nebeninformation, aber nicht das zentrale Thema des Berichts.)
 
Das Gehör der Tiere hat Ähnlichkeiten mit dem der Menschen; die beiden werden näher verglichen.
(Dieses Thema wird nur in einem kleinen Abschnitt angesprochen und ist nicht das Hauptthema des Berichts.)



Wie organisiert das Gehirn das Hören und was kann man tun, wenn dieser Mechanismus nicht mehr funktioniert.
(Richtig! Dieser Satz fasst die Hauptaussage des Berichts am besten zusammen.)
 
Es geht um die Entwicklung spezieller Hörgeräte, die man z.B. auf Cocktailpartys tragen kann.
(Um die Entwicklung spezieller Hörgeräte geht es nur im zweiten Teil des Berichts; es ist jedoch nicht die Rede davon, dass man sie auf Cocktailpartys tragen kann; Cocktailparty-Effekt nennt man lediglich die erschwerten Bedingungen bei einer Kommunikation.)





Am Anfang erfahren Sie mehr über Schallwellen und Tonhöhen.
Ergänzen Sie bitte die Notizen.
Funktion von Schallwellen?

  • Geräusche _______________ und _____________________


  • erkennen, wie viele _________________________________


  • erkennen, wer _____________________________________


Gehirn kann auch _________________ Hörszenen

         _________________________________________  
 
Funktion von Tonhöhe?
 

  • man kann mehrere Sprecher ___________________________


  • man kann sich ______________________________________

Gehirn kann Tonhöhen auch interpretieren, wenn man

         _________________________________________________
 

(Lesen Sie den Hörtext erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.)
Allein anhand von Schallwellen können wir Geräusche orten und zuordnen, erkennen, wie viele Personen sprechen, wer am lautesten ist, und wer am nächsten steht. Unser Gehirn hat enorme Fähigkeiten, komplexe Hörszenen zu analysieren, sagt Christian Kaernbach. Der Wahrnehmungsforscher aus Leipzig witzelt gerne, dass Hörforscher bereits zu Lebzeiten einen ganz besonderen Platz in der Hölle haben. Er spielt darauf an, welch hässliche Geräusche er und seine Kollegen sich ständig im Labor anhören müssen. [Geräusche] Und all das nur, um in Experimenten herauszufinden, wie das Gehirn das Hören organisiert.
Wie erkennt es zum Beispiel Tonhöhen? Die Tonhöhe spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, mehrere Sprecher auseinander zu halten und sich speziell auf einen zu konzentrieren. Das hat Chris Darwin von der University of Sussex herausgefunden. Aber wie interpretiert unser Gehirn die Tonhöhe, wenn mehrere Geräusche gleichzeitig zu hören sind?


Am Anfang erfahren Sie mehr über Schallwellen und Tonhöhen.
Ergänzen Sie bitte die Notizen.
  Funktion von Schallwellen?

  • Geräusche orten und zuordnen


  • erkennen, wie viele Personen sprechen


  • erkennen, wer am nächsten steht


Gehirn kann auch komplexe Hörszenen analysieren

 
Funktion von Tonhöhe?
 
 

  • man kann mehrere Sprecher auseinanderhalten


  • man kann sich auf einen Sprecher konzentrieren

Gehirn kann Tonhöhen auch interpretieren, wenn man mehrere Geräusche gleichzeitig hört
 




Bevor Sie mit der richtig-falsch-Aufgabe anfangen:

Welche Frage möchte Chris Darwin mit dem "Schinken-Modell" klären?

Wie kann ____________________________________________________________________ ?
 
  


Bitte kreuzen Sie an, welche Aussage richtig und welche falsch ist.

a. Was trifft für das „Schinken-Modell“ zu?
 
 richtig  falsch  
   
Wie eine Schinkenscheibe, die aus Fett, Fleisch etc. besteht, hat auch der Querschnitt durch einen Ton ein bestimmtes Muster.
   
Das Muster eines Tones ist raffinierter als das Muster einer Schinkenscheibe.
   
Das Gehirn verarbeitet die Töne scheibchenweise.
   
Das Gehirn kann aufeinanderfolgende Scheiben vergleichen.
   
Das Gehirn kann manchmal nur schwer herausfinden, was relevant ist, wenn zu viele Geräusche zur selben Zeit zu hören sind.
   
Das Gehirn kann wichtige und unwichtige Geräusche differenzieren.

b. Was haben Tierversuche gezeigt?
 
richtig falsch  
   
Nur Lebewesen, die sprechen können, sind in der Lage wichtige und unwichtige Töne zu differenzieren.
   
Auch Mäuse verfügen über Neuronen, mit denen Sie die Tonhöhen unterscheiden können.
   
Mäuse sind nur darauf spezialisiert, Gefahrenquellen zu erkennen, z.B. den Tritt einer Katze.
   
Wenn Mäuse genauso gut hören möchten wie Menschen, dann bräuchten sie Hilfsmittel.

(Lesen Sie den Hörtext erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.)
(Übersetzung Darwin) „Ein einfaches Modell, wie das Gehirn die Tonhöhe erkennen kann, sagt Chris Darwin, ist, dass es die Töne sozusagen scheibchenweise verarbeitet, in etwa so, als ließen wir einen Schinken durch eine Schneidemaschine und dann schauen wir uns Stück für Stück an: Wie viel Fett, wie viel Fleisch ist dran, an jeder einzelnen Scheibe? Und welches Muster ergibt sich daraus? Unser Gehirn untersucht aber nicht jeden Ton wie eine Scheibe Schinken: Es ist viel raffinierter: Es kann auch die Zusammensetzung der vorhergegangenen Schinkenscheiben anschauen und manchmal sogar die, die noch folgen werden. Und daraus folgert es dann, welche Aspekte für das relevant sind, was man gerade hört, und welche nur zufällig zur selben Zeit zu hören waren.“
 
Dass diese Fähigkeit nicht nur auf sprachbegabte Wesen beschränkt ist und in der Evolution wohl bereits sehr früh angelegt wurde, zeigen Tierversuche. „Bereits Mäuse zeigen tonhöhen-sensitive Neuronen und das ist kein Zufall, denn schließlich hilft ihnen ja diese selbe Analyse - sagen wir mal eine Gefahrenquelle - aus der Mischung der Schallgeräusche herauszudividieren. Das für sie Relevante, das kann ja auch überdeckt sein durch Raschelgeräusche von Blättern oder sonst etwas und sie müssen trotzdem den Tritt der Katze jetzt da heraushören und deshalb brauchen die genau solche szenenanalytische Hilfsmittel, wie wir sie brauchen.“

Bevor Sie mit der richtig-falsch-Aufgabe anfangen:

Welche Frage möchte Chris Darwin mit dem "Schinken-Modell" klären?

Wie kann unser Gehirn die Tonhöhen erkennen?

  


Bitte kreuzen Sie an, welche Aussage richtig und welche falsch ist.

a. Was trifft für das „Schinken-Modell“ zu?
 
 richtig  falsch  
 
Wie eine Schinkenscheibe, die aus Fett, Fleisch etc. besteht, hat auch der Querschnitt durch einen Ton ein bestimmtes Muster.
   

Das Muster eines Tones ist raffinierter als das Muster einer Schinkenscheibe.
(Nicht das Muster ist raffinierter, sondern die Vorgehensweise des Gehirns: Es analysiert nicht nur einzelne Scheiben, sondern Sequenzen von Scheiben.)
   
Das Gehirn verarbeitet die Töne scheibchenweise.
   
Das Gehirn kann aufeinanderfolgende Scheiben vergleichen.
   

Das Gehirn kann manchmal nur schwer herausfinden, was relevant ist, wenn zu viele Geräusche zur selben Zeit zu hören sind.
(Ob es dem Gehirn schwer fällt, Relevantes von Unwichtigem zu trennen, davon steht nichts im Text; es wird nur erwähnt, dass es über diese Fähigkeit verfügt.)
   
Das Gehirn kann wichtige und unwichtige Geräusche differenzieren.

b. Was haben Tierversuche gezeigt?
 
richtig falsch  
   

Nur Lebewesen, die sprechen können, sind in der Lage wichtige und unwichtige Töne zu differenzieren.
(Nein, diese Fähigkeit ist nicht nur auf sprachbegabte Wesen beschränkt; das haben Tierversuche gezeigt.)
   
Auch Mäuse verfügen über Neuronen, mit denen Sie die Tonhöhen unterscheiden können.
   

Mäuse sind nur darauf spezialisiert, Gefahrenquellen zu erkennen, z.B. den Tritt einer Katze.
(Der Text erwähnt nicht, dass sie sich nur darauf spezialisieren, Gefahrenquellen zu erkennen. Das ist lediglich ein Beispiel.)
   

Wenn Mäuse genauso gut hören möchten wie Menschen, dann bräuchten sie Hilfsmittel.
(Ob Menschen oder Tiere besser hören, davon steht nichts im Text.)





Ergänzen Sie die folgende Übersicht.

In welchen komplexen Situationen sind Schwerhörige besonders überfordert?

    Bei vielen

  • ___________________________________________________________________


  • ___________________________________________________________________


  • __________________________________________________  und bei


  • ___________________________________________________________________


Man nennt das: ___________________________________________________
 

Ergänzen Sie den Text mit Informationen aus dem Bericht.

Bitte beachten Sie: Der folgende Text entspricht nicht Wort für Wort dem Hörtext.
Sie müssen die gehörten Informationen anpassen.

Das Hifi- ___________________________ für die Zukunft hat zwei Ziele: Es verbessert die 

___________________________ und ermöglicht den Menschen, auch bei störendem

___________________________
alles zu verstehen.

Das Besondere an dem "binauralen Hörgerät" ist, dass es die Aufgabe des

___________________________ übernimmt: Es kann den ___________________________

vom rechten und vom linken Ohr miteinander ___________________________ .

Mit so einem Hörgerät kann man seinen Gesprächspartner besser ___________________________

und wird beim Zuhören auch nicht so schnell ___________________________ .

Leider ist die Entwicklung noch nicht abgeschlossen, denn es fehlt noch eine ___________________________

Verbindung zwischen dem Hörgerät im linken und dem Hörgerät im rechten Ohr.

So eine Entwicklung würde sich wirtschaftlich lohnen, denn ___________________________ Prozent

der gesamten Bevölkerung und ___________________________ Prozent aller Menschen

über ___________________________ hören schlecht.
 

(Lesen Sie den Hörtext erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.)
Welche Meisterleistung das Gehirn normalerweise beim Hören vollbringt, wird deutlich, wenn das Gehör nicht mehr gut funktioniert. Schwerhörige sind besonders in komplexen Situationen überfordert, wenn es viele Stimmen, Geräusche, Schallquellen und Nachhall gibt. Diesen so genannten Cocktailparty-Effekt können kommerzielle Hörgeräte bisher nicht ausgleichen. Am neu gegründeten Oldenburger Kompetenzzentrum Hörtech wird derzeit ein Hifi-Hörgerät für die Zukunft entwickelt.

Professor Birger Kollmeyer: "Da geht es vorwiegend darum, verbesserte Lösungen für eine bessere Klangqualität und besseres Verstehen auch unter Störlärm zu erreichen. Ein wesentlicher Ansatz ist dabei das binaurale Hörgerät, das heißt also ein Hörgerät, wo die beiden Seiten – rechtes und linkes Ohr, rechte / linke Seite - miteinander wechselwirken. Das heißt in diesem Hörgerät wird etwas von dem nachgemacht, was unser Gehirn normalerweise automatisch macht, nämlich den Klang vom rechten Ohr und vom linken Ohr miteinander zu verrechnen und unerwünschte Störschallanteile und Nachhall zu reduzieren und den gewünschten Klang zu verstärken."

Dieses Gerät hilft nicht nur, das Gegenüber besser zu verstehen, es senkt auch die Ermüdung beim Zuhören. Um das neue Gerät auf den Markt bringen zu können, muss allerdings jetzt noch eine drahtlose Verbindung zwischen den beiden Hörgeräten im linken und im rechten Ohr entwickelt werden. Lohnend sind solche Entwicklungen allemal: Rund 15 % der Bevölkerung und die Hälfte aller Menschen im Alter über 65 hören schlecht, und wer schwer hört, hat es schwer im Leben.




Ergänzen Sie die folgende Übersicht.

In welchen komplexen Situationen sind Schwerhörige besonders überfordert?

    Bei vielen

  • Stimmen


  • Geräuschen


  • Schallquellen und bei


  • Nachhall


Man nennt das: Cocktailparty-Effekt
 

Ergänzen Sie den Text mit Informationen aus dem Bericht.

Bitte beachten Sie: Der folgende Text entspricht nicht Wort für Wort dem Hörtext.
Sie müssen die gehörten Informationen anpassen.

Das Hifi- Hörgerät für die Zukunft hat zwei Ziele: Es verbessert die 

Klangqualität  und ermöglicht den Menschen, auch bei störendem

Lärm alles zu verstehen.

Das Besondere an dem "binauralen Hörgerät" ist, dass es die Aufgabe des

Gehirns übernimmt: Es kann den Klang

vom rechten und vom linken Ohr miteinander verrechnen.

Mit so einem Hörgerät kann man seinen Gesprächspartner besser verstehen

und wird beim Zuhören auch nicht so schnell müde.

Leider ist die Entwicklung noch nicht abgeschlossen, denn es fehlt noch eine drahtlose

Verbindung zwischen dem Hörgerät im linken und dem Hörgerät im rechten Ohr.

So eine Entwicklung würde sich wirtschaftlich lohnen, denn 15/fünfzehn Prozent

der gesamten Bevölkerung und 50/fünfzig Prozent aller Menschen

über 65/fünfundsechzig hören schlecht.
 




  1. Hören Sie sich zuerst den kompletten Text noch einmal an, ohne im Text mitzulesen. Sicherlich verstehen Sie jetzt mehr als am Anfang.

  2. Anschließend hören Sie den Text noch einmal und lesen dabei im Text mit. Falls nötig, können Sie jetzt noch die letzten Verständnislücken schließen.
[Geräusche] Ein typischer Klangbrei, alltäglich für Kongresse, Bahnhöfe oder Partys. Kommunikation wird da anstrengend und verlangt unserem Gehirn Höchstleistungen ab. Cocktailparty-Effekt nennen Gehirnforscher diese erschwerten Bedingungen. Wie können wir uns in einem solchen Akustik-Salat noch auf einen bestimmten Gesprächspartner konzentrieren? Und was läuft dabei in unserem Gehirn ab? Was Forscher dazu bisher wissen und wie sie ihre Ergebnisse ganz praktisch – zum Beispiel für die Entwicklung von Hörgeräten – verwerten, das konnte man letztes Wochenende bei der 6. Tübinger Wahrnehmungskonferenz erfahren. Susanne Pölchau berichtet:
 
Allein anhand von Schallwellen können wir Geräusche orten und zuordnen, erkennen, wie viele Personen sprechen, wer am lautesten ist, und wer am nächsten steht. Unser Gehirn hat enorme Fähigkeiten, komplexe Hörszenen zu analysieren, sagt Christian Kaernbach. Der Wahrnehmungsforscher aus Leipzig witzelt gerne, dass Hörforscher bereits zu Lebzeiten einen ganz besonderen Platz in der Hölle haben. Er spielt darauf an, welch hässliche Geräusche er und seine Kollegen sich ständig im Labor anhören müssen. [Geräusche] Und all das nur, um in Experimenten herauszufinden, wie das Gehirn das Hören organisiert.
Wie erkennt es zum Beispiel Tonhöhen? Die Tonhöhe spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, mehrere Sprecher auseinander zu halten und sich speziell auf einen zu konzentrieren. Das hat Chris Darwin von der University of Sussex herausgefunden. Aber wie interpretiert unser Gehirn die Tonhöhe, wenn mehrere Geräusche gleichzeitig zu hören sind?
 
(Übersetzung Darwin) „Ein einfaches Modell, wie das Gehirn die Tonhöhe erkennen kann, sagt Chris Darwin, ist, dass es die Töne sozusagen scheibchenweise verarbeitet, in etwa so, als ließen wir einen Schinken durch eine Schneidemaschine und dann schauen wir uns Stück für Stück an: Wie viel Fett, wie viel Fleisch ist dran, an jeder einzelnen Scheibe? Und welches Muster ergibt sich daraus? Unser Gehirn untersucht aber nicht jeden Ton wie eine Scheibe Schinken: Es ist viel raffinierter: Es kann auch die Zusammensetzung der vorhergegangenen Schinkenscheiben anschauen und manchmal sogar die, die noch folgen werden. Und daraus folgert es dann, welche Aspekte für das relevant sind, was man gerade hört, und welche nur zufällig zur selben Zeit zu hören waren.“

Dass diese Fähigkeit nicht nur auf sprachbegabte Wesen beschränkt ist und in der Evolution wohl bereits sehr früh angelegt wurde, zeigen Tierversuche. „Bereits Mäuse zeigen tonhöhen-sensitive Neuronen und das ist kein Zufall, denn schließlich hilft ihnen ja diese selbe Analyse - sagen wir mal eine Gefahrenquelle - aus der Mischung der Schallgeräusche herauszudividieren. Das für sie Relevante, das kann ja auch überdeckt sein durch Raschelgeräusche von Blättern oder sonst etwas und sie müssen trotzdem den Tritt der Katze jetzt da heraushören und deshalb brauchen die genau solche szenenanalytische Hilfsmittel, wie wir sie brauchen.“
 
Welche Meisterleistung das Gehirn normalerweise beim Hören vollbringt, wird deutlich, wenn das Gehör nicht mehr gut funktioniert. Schwerhörige sind besonders in komplexen Situationen überfordert, wenn es viele Stimmen, Geräusche, Schallquellen und Nachhall gibt. Diesen so genannten Cocktailparty-Effekt können kommerzielle Hörgeräte bisher nicht ausgleichen. Am neu gegründeten Oldenburger Kompetenzzentrum Hörtech wird derzeit ein Hifi-Hörgerät für die Zukunft entwickelt.

Professor Birger Kollmeyer: "Da geht es vorwiegend darum, verbesserte Lösungen für eine bessere Klangqualität und besseres Verstehen auch unter Störlärm zu erreichen. Ein wesentlicher Ansatz ist dabei das binaurale Hörgerät, das heißt also ein Hörgerät, wo die beiden Seiten – rechtes und linkes Ohr, rechte / linke Seite - miteinander wechselwirken. Das heißt in diesem Hörgerät wird etwas von dem nachgemacht, was unser Gehirn normalerweise automatisch macht, nämlich den Klang vom rechten Ohr und vom linken Ohr miteinander zu verrechnen und unerwünschte Störschallanteile und Nachhall zu reduzieren und den gewünschten Klang zu verstärken."
 
Dieses Gerät hilft nicht nur, das Gegenüber besser zu verstehen, es senkt auch die Ermüdung beim Zuhören. Um das neue Gerät auf den Markt bringen zu können, muss allerdings jetzt noch eine drahtlose Verbindung zwischen den beiden Hörgeräten im linken und im rechten Ohr entwickelt werden. Lohnend sind solche Entwicklungen allemal: Rund 15 % der Bevölkerung und die Hälfte aller Menschen im Alter über 65 hören schlecht, und wer schwer hört, hat es schwer im Leben.
 
Quelle: Bayern 5 am Sonntag (Redaktion Wissenschaft & Technik)
Sendung vom 26.01.2003 [ca. 490 Wörter; Länge: 4:39]