Alumni

Pro Jahr besuchen mehr als 1.500 ausländische Studierende unsere Sprachkurse oder legen bei uns wichtige Prüfungen ab.
Da unser Institut bereits seit 1952 existiert, dürfte die Zahl bereits sechsstellig sein.
Schreiben Sie uns. Wir freuen uns immer, wenn „Ehemalige“ sich bei uns melden: alumni@dkfa.de

Roberto Bellandi

Als ich im Oktober 1999 von England nach München kam, hätte ich eigentlich nur zwei Monate bleiben sollen. Die deutsche Niederlassung der Firma, wo ich immer noch arbeite, brauchte kurzfristig Unterstützung. Ich hatte Lust, München wieder zu sehen. Die Stadt hatte mir sehr gut gefallen, als ich nach dem Abitur eine Interrail-Reise mit Freunden durch Europa unternahm und die Gelegenheit nutzte, mich ein paar Tagen hier aufzuhalten.
Als mich der Chef der deutschen Niederlassung Mitte Dezember fragte: „Möchten Sie hier bleiben?“, zögerte ich nicht lange.
München hatte mich verzaubert. Die Möglichkeit, eine weitere Sprache zu lernen und die kleine Entfernung von Nord-Italien, woher ich komme, machten meine Entscheidung sehr einfach.
Ich habe zwischen 2000 und 2003 verschiedene Abendkurse bei den Deutschkursen besucht (bis zur DSH-Prüfung) und viele interessante Leute kennen gelernt. Nach dem Unterricht sind wir ab und zu zusammen ausgegangen. Mit manchen von ihnen war ich oft am Wochenende mit dem Fahrrad in der Stadt oder zu Fuß in den Bergen unterwegs. Jeder (besonders die Franzosen) hat sich über die Schwierigkeit und die verschiedenen Ausnahmen bei den Grammatikregeln der deutschen Sprache geärgert. Ich denke, die Engländer hatten damals ihre Hoffnung bereits verloren, je in der Lage zu sein, Deutsch zu beherrschen. Nur Stefano, ein ruhiger Mathematiker aus Modena, hat immer die deutsche Sprache verteidigt: Ich glaube, er hat sie als eine riesige Gleichung betrachtet. Leider musste er zurück nach Italien, bevor er die Lösung erarbeiten konnte.
Manche der Kollegen der Deutschkurse sind Freunde geworden. Einige sind zurück in ihre eigenen Länder gegangen. Andere leben und arbeiten immer noch hier. Viele von uns haben geheiratet und sind Eltern geworden. Übrigens habe ich vergessen zu erwähnen, dass ich bei den Deutschkursen meine Frau kennen gelernt habe und dass wir hier zwei Kinder bekommen haben. Jetzt lausche ich teilweise meinen Kleinen, während sie spielen und bewundere, wie einfach es für sie ist, Deutsch zu lernen…

alena salahub

Mein Name ist Alena und ich komme aus Weißrussland.
Mein Traum war immer, an der LMU in München zu studieren. Ich habe mich für die Universität eingeschrieben und wurde zu der DSH-Prüfung eingeladen. Nach mehreren Probeprüfungen habe ich festgestellt, dass mein Niveau der Deutschkenntnisse für das Studium noch nicht ausreicht. Ich habe mich deshalb für die DSH-Trainingwoche angemeldet und das hat sich gelohnt, ich bin begeistert.
Während dieser Trainingswoche haben die Studienbewerber die Möglichkeit, zwei Probeprüfungen zu schreiben, die mit ihnen dann besprochen werden. Hier werden die häufigsten Fehler gezeigt, die die Studienbewerber in der Prüfung machen, und es werden Tipps zu dem Prüfungsablauf gegeben. Die qualifizierten Lehrer bringen den Kursbesuchern Schritt für Schritt das Wichtigste, was sie in der Prüfung erwartet, bei.
Nachdem ich die DSH-Trainingswoche besucht hatte, habe ich mich während der Prüfung sehr wohl gefühlt - und das ist schon die Hälfte von dem Erfolg. Nachdem alle Fragen beantwortet sind, alle Tipps für die Prüfung bekannt sind, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.
Meine erste DSH-Probeprüfung habe ich mit DSH-1 gemacht, meine echte DSH-Prüfung habe ich mit dem Ergebnis DSH-3 abgeschlossen. Ein riesiger Fortschritt, nicht wahr? Mir hat diese Trainingswoche sehr toll geholfen und ich empfehle allen, die noch nicht sicher im eigenen Wissen und Können sind, diese Trainingswoche zu besuchen. Und natürlich wünsche ich allen viel Erfolg!

Profis-studentin: Gosia Gacek

Gosia Gacek aus Polen hat im Sommersemester 2008 den PROFIS-Kurs besucht. Hier ein kurzes Interview mit ihr: 

DkfA: Was studieren Sie?
Gosia
: Deutsch als Fremdsprache an der LMU
DkfA: Wie fanden Sie im PROFIS-Programm die Kombination: Sprachkurs und Fachkurs? 
Gosia
: Ich habe den Profis-Kurs durch Zufall gefunden. Ich konnte meinen Deutschkurs nicht fortsetzen und war auf der Suche nach anderen Möglichkeiten und bin so auf das Info-Blatt von PROFIS gestoßen. Ich fand die Kombination von Sprach- und Fachkurs recht interessant. Ich habe dann noch meine ehemalige Deutschlehrerin um Rat gebeten und sie sagte, dass auch deutsche Schüler einen solchen Fachkurs machen sollten. Während PROFIS habe ich sehr viel gelernt. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit ihre Sprachkenntnisse, die sie im Sprachkurs erworben hatten, im Fachteil praktisch umzusetzen. Ich habe nicht nur meine Deutschkenntnisse verbessern können, sondern auch viel darüber erfahren können, was in Zukunft, während meines Studiums, auf mich zukommen wird.
DkfA: Welche Themen im Fachkurs fanden Sie besonders gut zur Vorbereitung auf das Studium?
Gosia
: Aufgrund der begrenzten Stundenzahl war unser Fachkurs sehr kompakt. Trotzdem haben wir viele Themen bearbeitet, z.B. Begriffe, die man im studentischen Alltag benutzt, oder wie zum Beispiel das Hochschulsystem in Deutschland funktioniert. Für mich persönlich waren die Themen, die den Start in das Studium erleichtern sollten, am wichtigsten und außerdem Antworten auf Fragen: Wie orientiere ich mich z. B. im Vorlesungsverzeichnis? Wo bekomme ich Informationen über das Studium? Ich fand auch unseren Besuch in der Universitätsbibliothek sehr interessant, wo wir gelernt haben, wie man dort recherchieren soll.
DkfA: Welche Tipps können Sie den neuen PROFIS-Teilnehmern geben?
Gosia
: Nutzt die Chance, die euch dieser Kurs bietet! Das Wissen, das man nicht nur im Sprachkurs, sondern auch im Fachkurs erwerben kann, wird später sehr nützlich sein. Die Hausaufgaben spielen dabei auch eine sehr wichtige Rolle, besonders im Fachkurs! So lernt man noch mehr und kann schon vor Studienbeginn die Uni noch besser kennen lernen.
Wir bedanken uns für das Interview und wünschen weiterhin viel Erfolg!

giovanni alunni

Ich kam zu den Deutschkursen im Jahr 2001.
Damals war es schwierig für mich, neue Bekanntschaften zu schließen, denn meine Deutschkenntnisse waren eingeschränkt. Außerdem war ich arbeitslos, weil meine italienische Ausbildung in Deutschland nicht anerkannt wurde.
Der erste Tag im Deutschkurs war für mich der kleine Anfang einer großartigen Veränderung.
Ich hatte die absolut besten Deutschlehrer zur Verfügung, und schon nach den ersten Wochen hatten sich meine Kommunikationsfähigkeiten deutlich verbessert.
Ich hatte außerdem das große Glück, im Deutschkurs viele Freunde zu finden. Es war wie eine kleine Familie, viele Leute aus vielen verschiedenen Ländern, aber mit ähnlichen Lebensumständen. Diese Freunde haben mir sehr geholfen weiterzukommen. Einer hat mir z.B. damals einen Job angeboten. Viele davon sind nicht mehr in Deutschland, dennoch schreiben wir uns ab und zu E-Mails und versuchen in Verbindung zu bleiben. Zwei von ihnen haben sogar geheiratet und haben jetzt zwei wunderbare Kinder.
Nach dem Bestehen der DSH-Prüfung durfte ich mich für ein Studium an der LMU bewerben. Heute, nachdem ich mein Studium erfolgreich abgeschlossen habe, arbeite ich als Software-Entwickler in München.
Ich habe natürlich gekämpft und geschwitzt, um Deutsch zu lernen, um die damaligen Hausaufgaben zu lösen sowie später die Klausuren an der Universität zu bestehen. Dennoch hat mir damals der Deutschkurs den richtigen Weg gezeigt, beigebracht wie man die deutsche Sprache beherrschen kann und mich ein bisschen in die Gesellschaft eingeführt ...

Besuch nach 37 Jahren…

Dr. Georg Tsakalidis aus Griechenland (Schulrat für die Sekundarstufe) hat den Ort in München wieder besucht, wo er vor 37 Jahren Deutsch für sein Studium lernte, nämlich die „Deutschkurse“! Er ist nicht nur aus nostalgischen Gründen gekommen, sondern auch, um seine Tochter Monika abzuholen, die ebenfalls an unserem Institut erst kürzlich erfolgreich die DSH-Püfung abgelegt hat.
Nach seinem Besuch hat Herr Tsakalidis noch eine E-Mail geschrieben, in der er sich für „das gute Unterrichtsklima und die sehr gute Gestaltung des Unterrichts“ bedankte und auch die Lehrkräfte lobte, die die Studierenden motivieren können. So etwas hört man natürlich gern, besonders aus dem berufenen Mund eines Schulrats! Nach Meinung von Georg Tsakalidis ist es auch gerade „die Kontinuität einer guten Unterrichtstradition“, die die „Deutschkurse“ auszeichnet (das Institut existiert immerhin schon seit 1952). Wir schicken auf diesem Weg ganz herzliche Grüße nach Griechenland!
Ja, und wenn Monika einmal Nachwuchs hat, der Deutsch lernen will, dann weiß sie ja schon, an welches Institut sie ihre Kinder schicken kann… Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!